imk Industrial intelligence https://imk-industrial-intelligence.com/ Produktionsplanung, Ergonomie & Digitale Fabrik Fri, 13 Feb 2026 14:20:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://imk-industrial-intelligence.com/wp-content/uploads/2022/04/cropped-logo_black_png-32x32.png imk Industrial intelligence https://imk-industrial-intelligence.com/ 32 32 Wie erreicht man eine schlanke Fertigung? https://imk-industrial-intelligence.com/wie-erreicht-man-eine-schlanke-fertigung/ Mon, 09 Feb 2026 13:12:14 +0000 https://imk-industrial-intelligence.com/?p=5856 Produzierende Unternehmen stehen unter wachsendem Druck durch neue Technologien, neue Wettbewerber und stagnierende Märkte. Kunden erwarten mehr Varianten, gleichzeitig sinken die Stückzahlen je Ausführung und der Aufwand steigt. Am Standort Deutschland verschärfen hohe Lohn und Energiekosten sowie Fachkräftemangel die Belastung zusätzlich. Drei zentrale Erkenntnisse Schlanke Fertigung vermeidet Verschwendung wie Überproduktion, Bestände und Wartezeiten durch konsequente […]

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Produzierende Unternehmen stehen unter wachsendem Druck durch neue Technologien, neue Wettbewerber und stagnierende Märkte. Kunden erwarten mehr Varianten, gleichzeitig sinken die Stückzahlen je Ausführung und der Aufwand steigt. Am Standort Deutschland verschärfen hohe Lohn und Energiekosten sowie Fachkräftemangel die Belastung zusätzlich.

Drei zentrale Erkenntnisse

Die Herausforderungen an die industrielle Produktion steigen permanent. Neue Produktionsverfahren, neue Materialien und neue Wettbewerber mit neuen Produkten treten auf den Markt. Dadurch steigt der Wettbewerbsdruck vor allem in einem Markt, der nur ein begrenztes Wachstum zeigt oder stagniert. Gleichzeitig werden die bestehenden Kunden anspruchsvoller, weswegen die Variantenvielfalt steigt und die Stückzahlen pro Variante sinken. Insbesondere am Standort Deutschland führen außerdem steigende Herstellkosten aufgrund hoher Lohnnebenkosten und Energiekosten sowie ein zunehmender Fachkräftemangel auf dem Shop Floor zu weiteren Belastungen.

Dies ist das Spannungsfeld, in dem sich viele produzierende Unternehmen bewegen.

Unternehmen mit Fertigung

In diesem Beitrag soll der Fokus auf eine bestimmte Art von produzierenden Unternehmen gelegt werden: Unternehmen, die zumindest teilweise Fertigungsprozesse im Sinne der nachfolgenden Eigenschaften besitzen:

Die schlanke Fertigung

Diese Fertigungsunternehmen sehen sich mit den oben genannten Herausforderungen immer stärker konfrontiert. Da viele dieser Herausforderungen nicht beeinflusst werden können, liegt der Handlungsspielraum der Unternehmen vor allem in der Gestaltung der Produktion selbst. Diese sollte lean, d.h. schlank gestaltet sein. Dabei wird die Idee verfolgt, vom Start des Produktionsprozesses bis zur Fertigstellung das Produkt ständig weiterzubearbeiten. Jegliche Verschwendung (Überproduktion, Bestände, Transport, Wartezeit, aufwändige Prozesse durch ungeeignete Ressourcen, lange Wege, Ausschuss/Nacharbeit) sind zu vermeiden und alle Produktionsfaktoren (Maschinen, Anlagen, Personal, Transportmittel, Vorrichtungen, Werkzeuge, Material) effizient einzusetzen. Als Hilfsmittel zur Visualisierung der Produktionsprozesse wird häufig der Wertstrom verwendet, da mit diesem schnell ein Überblick über die wesentlichen Kennzahlen gewonnen werden kann (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1: transparente Darstellung von Kennzahlen eines Produktionsprozesses mit Hilfe des Wertstroms (hier am Beispiel des automatisch erzeugten Wertstroms aus dem ema Plant Designer)
Konkrete Handlungsoptionen

Für die fertigenden Unternehmen stellt sich somit die Frage, wie sie Verschwendung vermeiden und worauf dabei zu achten ist. Die folgenden Handlungsoptionen fokussieren sich dabei auf Möglichkeiten zur Vermeidung von Überproduktion, Beständen und Wartezeiten sowie auf den Einsatz geeigneter Ressourcen.

Zunächst ist es notwendig die gefertigten Produkte genau zu kennen, d.h. beispielsweise mithilfe einer Paretoanalyse (vgl. Abbildung 2) herauszufinden, welche Produkte Schnellläufer und welche Produkte Exoten sind.

Abbildung 2: Durchführen einer Paretoanalyse

Dies ist notwendig, da sich die Art und Weise unterscheidet, wie Schnellläufer und Exoten effizient zu bearbeiten sind. Während Schnellläufer durch hohe Stückzahlen und eine gewisse Regelmäßigkeit in den Kundenabrufen gekennzeichnet sind, ist die Vorhersagbarkeit hinsichtlich Stückzahl (Auftragsgröße) und Regelmäßigkeit eines Exoten gering. Die Regelmäßigkeit in den Kundenabrufen von Schnellläufern bietet die Chance, kundenauftragsunabhängig in vom Unternehmen selbst festgelegten Fertigungslosgrößen zu produzieren. Die Schwierigkeit liegt somit vor allem in der Definition der optimalen Losgrößen.

Schlanke Fertigung bedeutet, Verschwendung systematisch zu vermeiden und Ressourcen konsequent effizient einzusetzen, von Überproduktion bis Ausschuss und Nacharbeit.

Bevor diese definiert werden können, ist zu prüfen, ob eine physische Trennung von Exoten und Schnellläufern sinnvoll ist, d.h. ob es möglich ist unterschiedliche Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Exoten und Schnellläufern zu nutzen. Werden alle Artikel an einem Arbeitsplatz gefertigt, so beinhaltet die Bearbeitungsreihenfolge Schnellläufer und Exoten, d.h. lange und kurze Belegzeiten (Summe aus Rüstzeit und Bearbeitungszeit eines Loses) wechseln sich ab. Dies führt zu einem „Stau“ vor dem Arbeitsplatz und somit zu hohen Beständen und langen Durchlaufzeiten. Dagegen ermöglicht eine Trennung von Exoten und Schnellläufern die Festlegung harmonischer Fertigungslosgrößen nur für Schnellläufer (Belegdauer eines Fertigungsloses ist bei allen Schnellläufern sehr ähnlich), was zu niedrigeren Beständen und kürzeren Durchlaufzeiten führt.

Abbildung 3: Einblick in unsere Softwareunterstützung ema Plant Designer

Einen weiteren Ansatzpunkt, den es bei der Definition der optimalen Losgrößen zu beachten gilt, ist der Engpassprozess. Dieser hat sowohl Einfluss auf die Losgröße als auch die Steuerung. In Abhängigkeit von der Auslastung des Engpassprozesses und dem Rüstgrad (Anteil der Rüstzeit an der Belegzeit) kann für die Schnellläufer eine erste Abschätzung zur harmonischen, optimalen Fertigungslosgröße abgeleitet werden. Dabei kann als Faustregel gelten: Der Rüstgrad sollte 15% nicht über- und 5% nicht unterschreiten, wobei der Rüstgrad umso kleiner ist, je höher die Auslastung ist. Diese Faustregel liefert ein gutes Verhältnis von Auslastung der Maschinen und Einrichter einerseits und Flächenverbrauch für die Transporthilfsmittel/Behälter andererseits. Eine konkrete Aussage zum optimalen Rüstgrad ist nicht pauschal möglich, sondern bedingt immer einer unternehmensspezifischen Bewertung.

Für wirksame Lean Maßnahmen ist die Differenzierung von Schnellläufern und Exoten zentral, weil beide Produkttypen unterschiedliche Planungs, Losgrößen und Steuerungslogiken brauchen.

Auch unter dem Gesichtspunkt der Produktionssteuerung kann der Engpassarbeitsplatz als entscheidend angesehen werden. So ist es sinnvoll, alle vor dem Engpassarbeitsplatz stattfindenden Prozesse mit Pull zu steuern, während alle nachfolgenden Prozesse mit Push gesteuert werden können (nicht müssen). Dadurch wird verhindert, dass sich vor dem Engpass ein Stau bildet und sichergestellt, dass sich nur maximal eine Fertigungslosgröße (=KANBAN-Losgröße) von jedem Schnellläuferartikel vor dem Engpassprozess befindet. Erst wenn sich der Bestand aufgrund einer Entnahme vor dem Pull gesteuerten Arbeitsplatz reduziert, wird ein Fertigungsauftrag in Höhe des definierten Fertigungsloses für den vorhergehenden Arbeitsplatz ausgelöst.

Da die oben beschrieben Zusammenhänge viele Abhängigkeiten zueinander aufweisen und somit nicht einfach zu analysieren oder zu bewerten sind, kann diese Aufgabe häufig nur mit Softwareunterstützung (z.B. ema Plant Designer) schnell und aussagekräftig durchgeführt werden.

Zusammenfassung & Fazit:

Um die immer größer werdenden Herausforderungen der industriellen Fertigung zu beherrschen, ist es notwendig, die Produktion schlank aufzustellen und Verschwendungen zu vermeiden. Bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen ist es sinnvoll, zwischen sog. Schnellläufer- und Exoten-Produkten zu unterscheiden. Je nach Stückzahlverteilung bzw. Regelmäßigkeit der verschiedenen Produkte, tragen unterschiedliche Steuerungsprinzipien und angepasste Fertigungslosgrößen zur Vermeidung von Beständen, Wartezeiten und Überproduktion bei. Geeignete Planungsmethoden und Softwarelösungen können dabei unterstützen, deren Auswirkungen frühzeitig zu analysieren und zu bewerten und somit langfristig zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit beizutragen.

Engpass und Rüstgrad sind die Hebel für stabile Flüsse, sinnvolle Losgrößen und eine Steuerung, die Bestände vor dem Engpass begrenzt, zum Beispiel über Pull Prinzipien.

Was ist das Ziel einer schlanken Fertigung in einem Satz?

Das Ziel ist ein kontinuierlicher Wertfluss mit minimaler Verschwendung, damit Durchlaufzeiten sinken und Produktivität steigt.

Fokus auf Überproduktion, Bestände und Wartezeiten, weil sie Durchlaufzeiten und Kapitalbindung direkt erhöhen und oft Ketteneffekte auslösen.

Weil Schnellläufer planbarer sind und sich eher für standardisierte, harmonisierte Losgrößen eignen, während Exoten stärker auftragsgetrieben und weniger vorhersagbar sind.

Sie reduziert das Risiko von Stau und wechselnden Belegzeiten an einem Arbeitsplatz, was typischerweise Bestände und Durchlaufzeiten senkt.

Der Engpass gibt den Takt vor, deshalb ist es sinnvoll, davor mit Pull zu steuern und Bestände zu begrenzen, während nachgelagerte Prozesse eher mit Push laufen können.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch zur schlanken Fertigung, wir analysieren Ihre Wertströme, Engpässe und Losgrößen und zeigen konkrete Hebel für weniger Bestände und kürzere Durchlaufzeiten.

 

Andreas Opitz

Leiter Fabrik- und Logistikplanung

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Krankenstand senken https://imk-industrial-intelligence.com/krankenstand-senken/ Wed, 30 Oct 2024 06:54:38 +0000 https://imk-industrial-intelligence.com/?p=5477 Krankenstand in der Produktion senken: Strategien für gesunde und effiziente Arbeitsplätze Der Krankenstand in Deutschland stieg zuletzt stetig und erreichte in 2023 ein neues Rekordhoch. Laut DAK lag in 2023 die durchschnittliche Ausfalldauer je Arbeitnehmer bei ca. 20 Tagen. Speziell im produzierenden Gewerbe liegt die Ausfalldauer sogar bei knapp 25 Tagen. Deutschlandwandweit entstanden zuletzt aufgrund […]

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Krankenstand in der Produktion senken: Strategien für gesunde und effiziente Arbeitsplätze

Der Krankenstand in Deutschland stieg zuletzt stetig und erreichte in 2023 ein neues Rekordhoch. Laut DAK lag in 2023 die durchschnittliche Ausfalldauer je Arbeitnehmer bei ca. 20 Tagen. Speziell im produzierenden Gewerbe liegt die Ausfalldauer sogar bei knapp 25 Tagen. Deutschlandwandweit entstanden zuletzt aufgrund von Fehlzeiten Produktionsausfallkosten von über 100 Milliarden Euro. Hohe Fehlzeiten sind ehebliche Kostentreiber, welche Bruttowertschöpfung, Produktivität und Effizienz verringern. Unsere alternde Gesellschaft verstärkt die Problemstellung zusehends. Im produzierenden Gewerbe rücken dabei arbeitsbedingte Erkrankungen, z. B. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes besonders in den Fokus.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bedarf es gezielte Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Belegschaft. In diesem Beitrag beleuchten wir verschiedene Ansätze zur Senkung des Krankenstands.

Arbeitssystem- und Prozessoptimierung: Effizienz steigern, Auslastung optimieren, Belastung senken

Eine wesentliche Grundlage zur Reduktion des Krankenstands ist die Optimierung der Arbeitssysteme und Prozesse. Ineffiziente Abläufe und unklare Prozesse können zu unnötigen Belastungen führen, die sich langfristig negativ auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirken. Das schließt physische, aber auch psychische Belastungen, z. B. in Form von Stress und Überforderung, ein. Durch eine gezielte Prozessanalyse lassen sich Engpässe und ineffiziente Abläufe identifizieren und beseitigen. Ein schlanker, klar strukturierter Arbeitsprozess reduziert nicht nur Belastungen, sondern steigert auch Produktivität und Arbeitszufriedenheit.

Wichtige Bausteine sind dabei eine durchdachte Zeitwirtschaft und eine optimale, am Menschen orientierte, Auslastung der Produktionskapazitäten. Eine effiziente Planung, die beispielsweise Pufferzeiten berücksichtigt und eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitslast ermöglicht, reduziert das Risiko von arbeitsbedingten Überlastungen.

Good Ergonomics = Good Economics. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung als Erfolgsfaktor

Eine gezielte Arbeitssystem- und Prozessoptimierung beinhaltet auch die ergonomische Betrachtung von Arbeitsplätzen. Im ersten Schritt ist dabei die systematische und wissenschaftlich fundierte Beurteilung der Arbeitsbedingungen maßgeblich. Nur auf dieser Basis lassen sich ergonomische Risiken sicher identifizieren. Dabei helfen anerkannte Methoden zur Ergonomiebewertung, wie beispielsweise die Leitmerkmalmethoden oder das EAWS®. Ausgehend von diesen Beurteilungen lassen sich im Anschluss fundiert erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der ergonomischen Situation ableiten. Dazu sind Arbeitgeber laut Arbeitsschutzgesetz ArbSchG (1996/2015) verpflichtet.

Eine unzureichende Ergonomie, wie etwa falsch eingestellte Arbeitsplätze, zu hohe Lasten oder monotone Tätigkeiten, führt häufig zu körperlichen Beschwerden und zu arbeitsbedingten Ausfällen. Aber auch die Effizienz, Qualität, Motivation und Mitarbeiterzufriedenheit werden durch ungünstige Arbeitsbedingungen negativ beeinflusst. Folglich fördert die Integration ergonomischer Gestaltungsprinzipien nicht nur die Gesundheit, sondern auch maßgeblich die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen.

Gezielter Mitarbeitereinsatz: Fähigkeiten kennen, Stärken nutzen, Überlastung vermeiden

Das stetige Ansteigen des Altersdurchschnittes unserer Gesellschaft spiegelt sich auch in der Belegschaft wider. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten in Deutschland liegt aktuell bei ca. 42 Jahren. Mehr als jeder dritte Beschäftigte ist über 50 Jahre. Tendenz steigend.

Dies führt dazu, dass immer mehr Beschäftigte Leistungseinschränkungen aufweisen und ihre Arbeitstätigkeit nicht mehr vollständig ausführen können. Unternehmen sind folglich immer mehr gefordert diese Beschäftigten weiterhin wertschöpfend entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen. Es gilt wertvolles Know-How und den Erfahrungsschatz im Unternehmen zu halten. Mitarbeiter, die ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden, sind motivierter, weniger gestresst und effizienter. Das wiederum führt zu einem besseren Betriebsklima und weniger krankheitsbedingten ausfällen.

Der fähigkeitsgerechte Mitarbeitereinsatz erfordert eine sorgfältige Analyse der individuellen Leistungseinschränkungen auf der einen, und die Kenntnis der konkreten physischen und psychischen Anforderungen der Arbeitsplätze auf der anderen Seite. Diese Leistungsvoraussetzungen und Arbeitsplatzanforderungen werden im zweiten Schritt gegenübergelegt, um für die Beschäftigen passende Arbeitsplätze und notwendige Umgestaltungsmaßnahmen zu identifizieren.  Dazu werden in der Praxis sogenannte Job-Match-Verfahren eingesetzt.

Durch regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen können zudem die Fähigkeiten der Mitarbeiter kontinuierlich ausgebaut werden, was die Flexibilität und Effizienz in der Produktion erhöht.

Präventive Maßnahmen für mehr Gesundheit

Gemäß STOP-Prinzip sollte zunächst angestrebt werden, gesundheitliche Gefährdungen an der Quelle zu beseitigen, oder technische Maßnahmen zur sicheren Gefahrenreduzierung umzusetzen. Ergänzend, oder im Falle technische Maßnahmen sind nicht möglich, sollten Belastungen über organisatorische, oder personenbezogene Maßnahmen reduziert werden. Dazu zählen präventive Maßnahmen wie regelmäßige Pausen, Rotationssysteme oder Gesundheitsförderungsprogramme z.B. in Form von physiotherapeutischen Angeboten. Ein bewusster Umgang mit Belastungsspitzen und eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitslast sind entscheidend, um die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu schützen. Überstunden und unausgeglichene Arbeitspläne können zu Erschöpfung und Krankheit führen. Zudem sorgt eine flexible Arbeitszeitgestaltung für eine bessere Work-Life-Balance, was sich positiv auf die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter auswirkt.

Fazit

Die Senkung des Krankenstands in der Produktion erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die individuelle Belastung der Mitarbeiter in den Fokus nimmt. Betrachtet werden müssen dabei die Optimierung von Arbeitssystemen und Prozessen, Zeitwirtschaft, ergonomische Maßnahmen, fähigkeitsgerechter Mitarbeitereinsatz und sonstige präventive Maßnahmen. Eine Belastungsreduktion über diese Ansätze schützen nicht nur die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, sondern steigern auch Effizienz, Produktivität nachhaltig. Ein gesundes Arbeitsumfeld ist der Schlüssel zu langfristig wirtschaftlichem Erfolg und zu zufriedenen, leistungsfähigen Mitarbeitern.

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Mitarbeiterauslastung optimieren https://imk-industrial-intelligence.com/mitarbeiterauslastung-optimieren/ Wed, 11 Sep 2024 09:58:04 +0000 https://imk-industrial-intelligence.com/?p=5429 Mitarbeiterauslastung optimieren: So steigern Sie Effizienz und Produktivität trotz Fachkräftemangel In vielen Unternehmen ist die optimale Auslastung der Mitarbeitenden ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und schwankender Stückzahlen ist es wichtiger denn je, die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen. Wie lässt sich die Mitarbeiterauslastung verbessern, ohne Überlastung zu riskieren oder […]

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Mitarbeiterauslastung optimieren: So steigern Sie Effizienz und Produktivität trotz Fachkräftemangel

In vielen Unternehmen ist die optimale Auslastung der Mitarbeitenden ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und schwankender Stückzahlen ist es wichtiger denn je, die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen. Wie lässt sich die Mitarbeiterauslastung verbessern, ohne Überlastung zu riskieren oder die Qualität zu gefährden? In diesem Blogbeitrag zeigen wir, wie Sie Potenziale in Ihrer Produktion aufdecken und beleuchten welche Strategien zur Auslastungsoptimierung Ihre Produktivität nachhaltig steigern können.

1. Präzise Analysen als Schlüssel

Um etwas zu verbessern, muss man zunächst den aktuellen Stand genau kennen. Für die Optimierung der Mitarbeiterauslastung bedeutet dies, dass Klarheit darüber bestehen muss, welche Qualifikationen die Mitarbeiter haben, welche Aufgaben sie übernehmen und wie lange sie dafür benötigen – und zwar für jeden einzelnen Arbeitsschritt während der Herstellung eines Produktes. Eine präzise Zuordnung der Mitarbeiter zu den entsprechenden Arbeitsplätzen erfordert daher genaue Informationen darüber, wie viel Zeit der Mitarbeiter für Haupt- (wie z.B. Montieren oder konventionelles Drehen) sowie für Nebentätigkeiten (wie z.B. Stichprobenprüfungen, Behälterwechsel oder das Rückmelden von Fertigungsaufträgen) pro Auftrag aufwendet.

Anhand dieser Daten kann die Auslastung eines Mitarbeiters in Abhängigkeit von seiner Zuordnung zu den Arbeitsplätzen ermittelt werden. Wenn zusätzlich die mögliche Verzögerung eines Mitarbeiters berücksichtigt werden soll, der noch eine Aufgabe an einem anderen Arbeitsplatz abschließen muss, ist es unerlässlich, die genaue Dauer und Häufigkeit aller Haupt- und Nebentätigkeiten eines Artikels an dem jeweiligen Arbeitsplatz zu kennen. Für die Ermittlung der Zeiten von Haupt- und Nebentätigkeiten können Methoden wie MTM-Analysen, RFEA-Zeitstudien oder Selbstaufschreibungen der Mitarbeiter verwendet werden. Unbedeutende und selten auftretende Tätigkeiten können hingegen durch Vergleichen und Schätzen bewertet werden.

Mitarbeiterauslastung

2. Ist-Zustand bewerten

Um die Mitarbeiterauslastung zu optimieren, ist es entscheidend, ein umfassendes Verständnis der Haupt- und Nebentätigkeiten zu haben und diese systematisch zu erfassen. Sobald das Wissen über die Haupt- und Nebentätigkeiten der Mitarbeiter vorliegt, kann mithilfe von Software der aktuelle Stand der Mitarbeiterzuordnung zu den jeweiligen Arbeitsplätzen schnell und effizient erfasst werden. Das Ergebnis zeigt die Auslastung der betrachteten Mitarbeiter im Ist-Zustand und verdeutlicht, wo es zu Überbeanspruchung oder Unterauslastung kommt. Das Ziel sollte darin bestehen, solche Ungleichgewichte zu vermeiden und stattdessen eine möglichst homogene Auslastung der Belegschaft zu erreichen. Um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, die Qualifikationen der Mitarbeiter gezielt zu erweitern, etwa durch Schulungen oder Weiterbildungen, damit sie die erforderlichen Fähigkeiten erwerben. Gleichzeitig sollte die Zuordnung der Mitarbeiter zu den Arbeitsplätzen kontinuierlich optimiert werden, um sicherzustellen, dass die vorhandenen Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden und ein ausgeglichener Arbeitsfluss entsteht. So lässt sich eine Überbeanspruchung vermeiden und die gesamte Belegschaft kann effizient und nachhaltig eingesetzt werden.

3. Ressourcen effizient verteilen

Mit moderner Software können nicht nur der aktuelle Stand abgebildet und Potenziale identifiziert, sondern auch automatisch die optimale Zuordnung der Mitarbeiter zu Arbeitsplätzen ermittelt werden. Dieser Prozess erfolgt nicht nur schnell, sondern ermöglicht auch die Berechnung verschiedener Szenarien. Beispielsweise kann analysiert werden, wie sich zusätzliche Qualifikationen durch Schulungen oder der Verlust von Qualifikationen durch Abgänge auf die Zuordnung auswirken. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ohne Berücksichtigung der Häufigkeiten und Dauern der einzelnen Tätigkeiten eine 100%ige Auslastung der Mitarbeiter in einer Werkstattfertigung nicht realistisch ist. Im Gegensatz dazu ermöglicht eine getaktete Fertigung nahezu eine vollständige Auslastung der Mitarbeiter, abzüglich der Verteilzeiten.

In der Werkstattfertigung hat sich bewährt, Mitarbeiter nicht mehr als 85% auszulasten, wenn sie zwei Maschinen bedienen, nicht mehr als 75% bei drei Maschinen und nicht mehr als 70% bei vier oder mehr Maschinen. Eine Mehrmaschinenbedienung bei der mehr als 4 Mitarbeiter zusammen arbeiten sollte vermieden werden, da der Koordinationsaufwand überproportional steigt und die Einsparungen oft nicht ausreichen. Insgesamt ermöglicht dieser Ansatz eine schnelle und effiziente Bestimmung, welche Mitarbeiter am besten welchen Arbeitsplätzen zugeordnet werden sollten, um die Auslastung zu optimieren und die Effizienz zu steigern.

Zeitwirtschaft

4. Fazit: Mitarbeiterauslastung als Erfolgsfaktor

Die optimale Mitarbeiterauslastung ist ein wesentlicher Baustein für die Steigerung von Effizienz und Produktivität. Mit einer fundierten Datenlage und der richtigen Methode (grobe oder detaillierte Zuordnung der Mitarbeiter zu Arbeitsplätzen) lassen sich die vorhandenen Mitarbeiter bestmöglich den Arbeitsplätzen zuordnen. Sie erkennen Qualifikationsbedarfe und steigern durch eine homogene Auslastung die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter, was sich langfristig positiv auf die Unternehmensleistung auswirkt. Setzen Sie auf eine strategische und flexible Mitarbeiterplanung, um auch in unsicheren Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben.

Optimierung Ihrer manuellen Produktionsprozesse für maximale Effizienz

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Digitaler Zwilling https://imk-industrial-intelligence.com/digitale_fabrik/ Thu, 02 May 2024 07:42:34 +0000 https://imk-industrial-intelligence.com/?p=4557 In der zunehmend digitalisierten Welt spielt der digitale Zwilling eine zentrale Rolle. Doch was genau steckt hinter diesem Begriff, und warum gilt er als so revolutionär? In diesem Blogbeitrag erklären wir, was ein digitaler Zwilling ist, wie er genutzt wird und warum er die Zukunft der Industrie maßgeblich mitgestalten wird. Was ist ein digitaler Zwilling? […]

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In der zunehmend digitalisierten Welt spielt der digitale Zwilling eine zentrale Rolle. Doch was genau steckt hinter diesem Begriff, und warum gilt er als so revolutionär? In diesem Blogbeitrag erklären wir, was ein digitaler Zwilling ist, wie er genutzt wird und warum er die Zukunft der Industrie maßgeblich mitgestalten wird.

Was ist ein digitaler Zwilling?

Ein digitaler Zwilling ist ein vollständiges virtuelles Abbild einer bestehenden oder zukünftigen Produktion. Hierbei spricht man von „Brownfield“, wenn es um bereits bestehende Anlagen geht, und von „Greenfield“, wenn es um die Planung neuer Anlagen handelt. In diesem Artikel der WEKA Industrie Medien erfahren Sie mehr über die Begriffe „Greenfield“ und „Brownfield“.

Dieses digitale Abbild ist jedoch weit mehr als nur eine bloße Repräsentation – es handelt sich um ein vernetztes System aus digitalen Modellen, Methoden und Werkzeugen, das es ermöglicht, Prozesse, Anlagen und Ressourcen in Echtzeit zu simulieren und zu optimieren. Mit speziellen Softwarelösungen kann eine Fabrik vollständig virtuell geplant und getestet werden, noch bevor die reale Produktion startet.

Der Mehrwert eines Digitalen Zwillings

Nun fragen Sie sich sicher, welchen Mehrwert ein Digitaler Zwilling bringt und ob er den Aufwand und die Kosten wert ist.

Ein zentraler Vorteil liegt darin, dass Prozesse simuliert, Ressourcen effizient verwaltet und der vorhandene Raum und die Energie optimal genutzt werden können. Die ganzheitliche Planung findet im digitalen Raum statt. Auch die Kontrolle und Verbesserung aller Prozesse und Ressourcen ist so viel einfacher umsetzbar.

Zudem bietet der digitale Zwilling eine erhöhte Flexibilität. Neue Produkte oder Änderungen an bestehenden Produktionsabläufen können zunächst in der virtuellen Umgebung simuliert und optimiert werden, bevor sie in der realen Welt implementiert werden. Dies reduziert nicht nur das Risiko von Planungsfehlern und Fehlinvestitionen erheblich, sondern spart auch Zeit bei der Planung und Kosten für physische Versuche.

Die Visualisierung der Fabrik mittels 3D-Simulation ermöglicht es Ihnen, Ihre Ideen und Pläne transparent und verständlich darzustellen. Alle Prozesse vorab in 3D zu visualisieren, bringt vor allem eines – Planungssicherheit.

Zukunftsaussichten

Der digitale Zwilling ist keine Zukunftsvision mehr – er ist längst Realität und wird in vielen Branchen bereits aktiv genutzt. Experten sind sich einig, dass die Relevanz dieser Technologie in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Unternehmen, die frühzeitig auf den digitalen Zwilling setzen, können sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

Die vollständige Vernetzung und Digitalisierung von Prozessen und Produkten steht noch am Anfang, und der digitale Zwilling wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Er bietet nicht nur enorme Vorteile in der Planung und Optimierung, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, flexibler und effizienter auf Marktveränderungen zu reagieren.

Sind Sie bereit, Ihre Produktion zu digitalisieren und von den Vorteilen des digitalen Zwillings zu profitieren? Mit unserer ema Fabrikplanungssoftware bieten wir Ihnen eine leistungsstarke Lösung zur virtuellen Planung, Simulation und Optimierung Ihrer Produktionsabläufe.

Die Module ema Work Designer und ema Plant Designer sind nahtlos miteinander vernetzt und bilden als ema Software Suite unsere Lösung für Ihren digitalen Zwilling. Je nachdem, welcher Grad der Digitalisierung für Ihren Use Case passend ist, bieten wir digitale Zwillinge in verschiedenen Ausbaustufen – vom digitalen Layout bis zur vollständigen digitalen Produktion.

Ein virtuelles Abbild der Produktion ermöglicht präzise Analysen, Simulationen und Optimierungen in Echtzeit.
Damit können Sie das Prozessverständnis erhöhen, Ihre Konzepte validieren sowie Innovationen beschleunigen – für maximale Effizienz und nachhaltigen Erfolg.

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