AutoWert – Erhöhung des Verwertungsgrades von Altfahrzeugen durch ein hybrid-autonomes Verwertungssystem

Überblick

Das Projekt AutoWert zielt darauf ab, den Verwertungsgrad von Altfahrzeugen signifikant zu erhöhen. Hierfür werden rechnergestütze Methoden zur Befundung, Demontage und Werkerinstruktion entwickelt.

Zuwendungsgeber:
Sächsische Aufbaubank – Förderbank – SAB

Förderkennzeichen:
100741774

Laufzeit:
01.01.2026 – 30.06.2028             

Projektinhalte

Im Projekt AutoWert wird ein hybrid-autonomes Verwertungssystem mit digitalem Zwilling entwickelt, um den Verwertungsgrad von Altfahrzeugen signifikant zu erhöhen. Ziel ist die Identifizierung, Bewertung und Demontage werthaltiger Komponenten. Dafür werden rechnergestützte Methoden zur Befundung, Demontage und Werkerinstruktion unter Einsatz von Simulation und Verwaltungsschale (VWS) entwickelt. Untersucht werden Gesamtfahrzeugverwertung sowie Bauteilbefundung bereits demontierter Fahrzeugteile.

Zielstellung

Vor dem Hintergrund der stark steigenden Nachfrage nach strategischen Rohstoffen – insbesondere durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs – setzt das Projekt »AutoWert« auf innovative Technologien zur Steigerung der Recycling- und Verwertungsquoten. Ziel ist es, einen messbaren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft im Automobilsektor zu leisten.

Das Vorhaben verfolgt dafür zwei komplementäre Forschungsansätze, die unterschiedliche Verwertungsstufen adressieren:

  • Zum einen wird die automatisierte Demontage von Fahrzeugen untersucht. Dabei kommen Industrieroboter und neue Technologien zur Identifikation und Bearbeitung von Fahrzeugstrukturelementen zum Einsatz, um eine präzise und effiziente Materialgewinnung zu ermöglichen.
  • Zum anderen wird das etablierte Geschäft der Teiledemontage und des Wiederverkaufs weiterentwickelt. Ein neues, hybrides Verwertungssystem kombiniert wirtschaftliche Demontageprozesse, die anhand eines digitalen Zwillings bewertet werden können mit Technologien wie 3D‑Scans, KI‑basierter Bilderverarbeitung und Augmented Reality.

Forschungsschwerpunkte imk

Die Forschung der imk fokussiert auf die Entwicklung von Methoden und deren softwaretechnische Implementierung in die emaSWS. Mit den zu entwickelnden Funktionen sollen zum einen variantenreiche Demontageprozesse in einem digitalen Modell schnell abgebildet und bewertet werden können, zum anderen sollen die neuen Funkionen der Unterstützung der Werker beim Erlernen der Demontageprozesse dienen.
So kann bspw. mit Hilfe des digitalen Modells festgelegt werden, ob es besser ist eine oder mehrere Demontagelinien mit Pufferplätzen zwischen den Stationen zu installieren oder die Demontage ähnlich einer Werkstattfertigung zu organisieren. Darüber bieten die zu entwickelnden Funktionen für das virtuelle Werkertraining und die digitale Assistenzumgebung die Möglichkeit Werker schneller bei variantenreichen Demontageprozessen anlernen und anleiten zu können.

Projektpartner

Kontaktieren Sie uns gern!

Michael Spitzhirn

Innovationsmanager | Experte für digitale Arbeitsplanung & Ergonomie